Im Monsun auf Bonrook gedeiht das Leben, und die Brumbies sind in guter Verfassung. Reichliche Regenfälle haben die Wasserquellen gefüllt und das Grün zum Spriessen gebracht. Inmitten dieser üppigen Natur arbeiten wir an neuen Infrastrukturprojekten, und trotz eines unüblichen Besuchs einer Todesotter sind wir gut ins Jahr 2025 gestartet.
Hier auf den Weideländern von Bonrook sind wir mitten in der Monsunzeit. Die frühen Regenfälle im Oktober und November waren reichlich, sodass sich alle Wasserlöcher und Billabongs schnell gefüllt haben. Überall auf unserem Gelände wächst saftiges, grünes Futter für die Tiere, und bisher hatten wir glücklicherweise keine Überschwemmungen. Unsere Brumbies sind in guter Verfassung, und gegen Ende des vergangenen Jahres, als das Gras noch nicht so hoch war, habe ich viele neugeborene Fohlen entdeckt – ein erfreuliches Zeichen.
Jetzt, während der Regenzeit, ziehen die Brumby-Herden kaum umher, da sie genug Futter und Wasser in ihrer direkten Umgebung finden. Das nasse und dicht bewachsene Terrain macht es nun schwieriger, sie zu sichten. Ab April, wenn der Regen nachlässt und der Boden trockener wird, werde ich sie wieder vermehrt sehen können, da sie weiterziehen, um frisches Futter und Wasser zu suchen. Besonders in dieser Zeit kommen sie auch verstärkt zu den Wasserstellen, wo sie die Mineral- und Salzblöcke nutzen, die ich regelmässig auslege.
Bau eines Damms für eine ganzjährige Wasserquelle
In den letzten Wochen hatte ich alle Hände voll zu tun. Kurz vor Weihnachten haben wir zwei Dämme gebaut (12 x 12 m und 30 x 30 m), die den Brumbies das ganze Jahr über Wasser bieten. Im Gegensatz zu Tanks und Tränken bietet ein Damm den Vorteil, dass die Pferde an sehr heissen, trockenen Tagen nicht nur trinken, sondern sich auch im Wasser abkühlen können. Wir haben die Dämme bei einem alten Steinbruch im Norden unseres Geländes errichtet, der einst für den Bau der Hauptstrasse genutzt wurde. So mussten wir keine ursprüngliche Vegetation entfernen, sondern nur nachgewachsenes Grün. Bei meiner letzten Kontrollfahrt habe ich eine Wasserbüffelfamilie mit etwa zehn Mitgliedern entdeckt, die sich dort niedergelassen hat.
Bau eines Unterstands für die Stationspferde
Nach Weihnachten haben wir einen grossen Unterstand (6 x 18 Meter) in der Nähe der Koppeln errichtet. Er bietet unseren alten Reitpferden und geretteten Pferden neben den grossen Bäumen zusätzlichen Schutz – besonders in den heissen Monaten, wenn Schatten überlebenswichtig ist, und in den Monsunmonaten, um sie vor starkem Regen zu schützen.
Unerwarteter Besuch einer tödlichen Schlange
Ein unerwartetes Erlebnis hatten wir Anfang Januar, als wir morgens in unserem Pferdefutterlager eine Schlange entdeckten – vermutlich eine Todesotter (Acanthophis praelongus), eine der giftigsten Schlangen der Welt! Wir störten sie nicht; inzwischen ist sie von selbst weitergezogen. In den vergangenen Jahren hatten wir immer wieder Schlangen im Futterlager, meist jedoch nur harmlose Pythons oder Baumschlangen. Zur Sicherheit haben wir nun ein batteriebetriebenes LED-Lichtsystem installiert, damit wir beim morgendlichen Füttern in der Dämmerung bessere Sicht haben.
Zweite Wasserquelle für das Homestead
Zurzeit arbeiten wir daran, ein altes Wasserbohrloch nahe des Homesteads wieder in Betrieb zu nehmen. Es war jahrelang ungenutzt, doch bald werden wir eine kleine Pumpe einsetzen, um eine Wasserprobe zu entnehmen und auf Mineralien und chemische Rückstände zu testen. So haben wir auf dem Homestead für Mensch und Tier eine zweite Wasserquelle – eine wichtige Absicherung, sollte die erste einmal ausfallen.
Schutzmassnahmen vor Brandgefahr
Auch die Pflege rund um das Homestead läuft auf Hochtouren: Ich schneide die Bäume und Büsche und mähe unsere Weiden. Diese Arbeit ist besonders in der Regenzeit wichtig, da ohne regelmässiges Zurückschneiden und Mähen die Vegetation bis zu zwei Meter hochwächst – was eine ernsthafte Brandgefahr in der Trockenzeit birgt.
Alles läuft rund auf Bonrook – so sind wir gut ins Jahr 2025 gestartet.
Sam Forwood – Bürger des Jahres von Pine Creek
Wie jedes Jahr, nahm Bonrooks Station Manager Sam Forwood am 26. Januar an der Zeremonie zum Australia Day in Pine Creek teil. Im Rahmen der Veranstaltung wurde er mit dem Titel «Bürger des Jahres von Pine Creek» ausgezeichnet. Diese Auszeichnung erfolgte nach einer Nominierung, die von einem Mitglied der Gemeinde unterstützt wurde, und er war sich nicht bewusst, dass er den Preis erhalten würde. Die Auszeichnung wurde von Yvette Williams, der gewählten Vertreterin des Bezirks (auf dem Foto zu sehen), überreicht. Die Ehrung würdigt Sams 10 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit als Feuerwehrmann, einschliesslich der letzten zwei Jahre als Feuerwehrhauptmann. Darüber hinaus ist er Vorsitzender der örtlichen Verwaltungsbehörde (Pine Creek Council) und hilft bei der Organisation der ANZAC-Tag-Veranstaltung.